Beethoven im Wohnzimmer

Veranstaltungen
Dr. Philip Feldhordt
Sonntag, 15. Dez 2019, ab 19:30 Uhr, Atelier 2, Nord-Flügel

"Beethoven bei uns": Schloss-Tisch zu Ludwig van Beethoven


Am dritten Adventswochenende 2019 initiiert die Beethoven Jubiläumsgesellschaft, Bonn unter dem Arbeitstitel "Beethoven bei uns" bundesweit ein Netz von Veranstaltungen, das das 250. Geburtsjahr Ludwig v. Beethovens – im Wortlaut – mit Wumms eröffnen soll.
In privaten Wohnzimmern, Ladenlokalen, Vereinsräumen, Clubs und Kirchen soll der Meister zu seinen Wurzeln zurückkehren: Zu den Hauskonzerten.
Auch das Ringenberger Schloss (Schlossstraße 8, 46499 Hamminkeln) beteiligt sich an der Aktion. Gemeinsam mit dem Essener Musikwissenschaftler Dr. Philip Feldhordt wird "Schloss-Musiker" Wolfgang Kostujak am Sonntag, 15. Dezember ab 19:30 Uhr bei Wein und Kerzenschein am Tisch von Atelier 2 über Beethoven sprechen, sein Leben erzählen, Musik auflegen und nicht zuletzt einen Ausblick auf die Schlosskonzerte des kommenden Jahres und die Möglichkeiten und Grenzen einer Würdigung für jenen hitzigen Charakterkopf werfen, der wie kein anderer die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts geprägt hat: Als Vollender klassischer Gattungen und als Vordenker einer sinfonischen Programmatik, der mit seiner Übersetzung des italienischen Wortes "Pianoforte" zum einen deutschen "Schwachstarktastenkasten" noch immer ein gewisses Fremdeln mit dem dynamischen Klavieranschlag offenbart – auch wenn er zweifellos als erster originärer Klavierkomponist Musikgeschichte geschrieben hat.
Es gibt viel zu entdecken rund um das umtriebige Originalgenie aus Bonn und um dessen Wirken. Das allein rechtfertigt schon das Privileg einer musikalischen Tischrunde, noch vor Anbruch des Jubiläumsjahres 2020, fast auf den Tag 249 Jahre nach Beethovens Taufe. Falls es da überhaupt einer Rechtfertigung bedarf.
Während die Hochkultur und die sogenannte "Mitte der Gesellschaft" sich in den letzten Jahren stetig weiter voneinander weg bewegen, hat Philipp Feldhordt im Klartextverlag gerade ein Buch unter dem Titel "Beethoven für Klugscheißer" veröffentlicht, das den Komponisten unter dieser Headline zwar nicht vom musikalischen Olymp vertreiben will, das ihn vielleicht aber vom Sockel bildungsbürgerlicher Überheblichkeit herunter holt.
Dieser Idee kann sich die Derik-Baegert-Gesellschaft e. V. nur anschließen und bietet den Abend mit dem Musikwissenschaftler aus der Folkwang Universität der Künste Essen – großzügig unterstützt vom Kulturraum Niederrhein e. V. – bei freiem Eintritt an.




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"Beethoven" - Zeichnung von Heinrich Kemmer